Dürfen wir vorstellen? Unsere Ursel 2025!

Die Gewinner*innen unseres Jugendfilmpreises „Köln Kurz“ erhalten eine besondere Trophäe: unsere „Ursel“. Die repräsentiert stets bestimmte Aspekte des Themas, 2025 also „Wandel“. Wir stellen das Ensemble näher vor.
Ursula selbst befindet sich gerade im Wandel. Die Frage ist, in welche Richtung? Befreit sie sich von einer starren Maske und wird endlich wieder Mensch? Oder ist das Gegenteil der Fall, und sie legt sich eine Maske an, vielleicht, um sich gegen die Veränderungen der Welt um sie herum zu schützen? Was denkt ihr?
Die Persönlichkeiten unter Ursulas Mantel

Unter ihrem Mäntelchen tummeln sich jedenfalls verschiedene historische Persönlichkeiten, die sich in irgendeiner Form für einen Wandel eingesetzt oder sich rund um eine Veränderung verdient gemacht haben. Wir stellen sie (beginnend oben rechts und dann im Uhrzeigersinn) gerne kurz vor:
Greta Thunberg ist eine der aktuell wohl weltweit bekanntesten Aktivistinnen. Aus ihrem Schulstreik für mehr Klimaschutz entstand die Bewegung Fridays for Future. Polarisiert hat Greta schon immer, nicht erst seit ihrem Engagement für palästinensische Anliegen – aber welcher Wandel läuft schon reibungslos?
Von dieser Frage hätte wohl auch Michail Sergejewitsch Gorbatschow ein Liedchen singen können, vormals Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Seine Reformpolitik von Glasnost („Offenheit“) und Perestroika („Umgestaltung“) leitete das Ende des Kalten Krieges ein, wofür er 1990 den Friedensnobelpreis bekam.
Es folgt Rosa Parks. Sie wehrte sich gegen eine rassistische Regel, indem sie ihren Sitzplatz im Bus nicht für einen weißen Fahrgast räumte. Dies löste den Busboykott von Montgomery aus. Der wiederum gilt mit als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die das Ende der so genannten Jim-Crow-Gesetze herbeiführte.
Engagement und Erfindergeist
Auf der linken Seite unten beginnen wir mit einer weiteren US-Amerikanerin. Model und Schauspielerin Hunter Schafer identifiziert sich seit ihrer Kindheit als transgender. Erstmals Schlagzeilen machte die LGBTQIA*-Aktivistin, als sie als jüngste Klägerin in einem Prozess gegen ein Gesetz auftrat, laut dem trans-Schüler*innen in Bildungseinrichtungen die Toiletten ihres nativ biologischen Geschlechts benutzen müssen.
Über ihr sehen wir Jitzchak Rabin. Er war als israelischer Ministerpräsident einer der wichtigsten Fürsprecher eines fortschreitenden Friedensprozesses zwischen Israel, den Palästinensern und den arabischen Nachbarn seines Heimatlandes. Seinen Einsatz zahlte der Friedensnobelpreisträger mit dem Tod: Er fiel 1995 bei einer Kundgebung unter dem Motto „Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt“ einem Attentat zum Opfer.
Oben links verbirgt sich dann hinter seinem eindrucksvollen Bart Johannes Gutenberg. Der Mainzer erfand im 15. Jahrhundert den Buchdruck – und löste damit eine Medienrevolution aus. Die schnelle und kostengünstige Verbreitung von Büchern demokratisierte gewissermaßen das Wissen. Diese Entwicklung trug entscheidend zu Renaissance und Reformation bei.
Tünnes und Schäl vervollständigen das Ensemble

Unser Ensemble vervollständigen die beiden Kölschen Originale Tünnes und Schäl (unsere Darstellung basiert übrigens auf dem Denkmal in der Altstadt von Bildhauer Wolfgang Reuter). Wie immer haben sich die beiden mal wieder auf ihre Weise mit dem diesjährigen Thema unseres Jugendfilmpreises auseinandergesetzt.
Wir sehen Symbole verschiedener Bewegungen, die sich auf unterschiedliche Weise für einen positiven gesellschaftlichen Wandel einsetzen.
Aus der Einkaufstüte von Schäl grüßt Heraklit von Ephesos, der den Ausdruck prägte: „Alles fließt“. Niemals können wir zweimal in denselben Fluss steigen. Nichts bleibt gleich, nicht einmal wir selbst…
Wir bedanken uns herzlich bei den Plexipeople für ihre erneute Unterstützung unseres Jugendfilmpreises und die kostenlose Herstellung unserer Ursel!
