Kinder lernen, wo unser Essen wächst – GemüseAckerdemie an Kölner Schule

Wie wächst eigentlich eine Möhre? Wann kann man Salat ernten? Und warum braucht ein Beet Pflege? Antworten auf solche Fragen bekommen Kinder im Bildungsprogramm GemüseAckerdemie – und zwar ganz praktisch im eigenen Schulgarten. Dank der Unterstützung der Bürgerstiftung Köln und der Garcia Stiftung La Vida können Schülerinnen und Schüler in Köln selbst erleben, wie aus Samen frisches Gemüse entsteht.

Das Programm wird vom gemeinnützigen Verein Acker e.V. umgesetzt. Es verbindet Umweltbildung mit praktischem Lernen. An teilnehmenden Schulen und Kitas legen Kinder gemeinsam mit ihren Lehrkräften Gemüsebeete an, säen, pflanzen, pflegen und ernten. Begleitet werden sie dabei von einem pädagogischen Konzept sowie von Fachleuten, die die Lernorte regelmäßig unterstützen.
An der Erzbischöflichen Schule Köln-Kalk wird „geackert“
Auch an der Erzbischöflichen Schule Köln-Kalk wird bereits wieder „geackert“. Im Laufe des Jahres stehen mehrere Pflanzworkshops auf dem Programm: Gemeinsam mit den Kindern werden Beete vorbereitet, verschiedene Gemüsesorten gepflanzt und anschließend gepflegt. Von Frühling bis Herbst erleben die Schülerinnen und Schüler so den gesamten Kreislauf des Gemüseanbaus – von der Aussaat bis zur Ernte.

Das Ziel des Programms geht jedoch über den Garten hinaus. Die GemüseAckerdemie vermittelt Wissen über gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und ökologische Zusammenhänge. Kinder erfahren, wie viel Arbeit und Zeit in Lebensmitteln steckt und entwickeln gleichzeitig ein stärkeres Bewusstsein für Natur und Umwelt. Viele entdecken dabei auch ganz neue Gemüsesorten – und probieren sie oft zum ersten Mal direkt frisch vom Beet.
Kinder übernehmen Verantwortung für „ihre“ Beete
Der Förderbericht für das Jahr 2025 zeigt bereits erste Erfolge: Die Kinder übernehmen Verantwortung für „ihre“ Beete. Sie arbeiten im Team zusammen und erleben unmittelbar, wie ihr Einsatz zu sichtbaren Ergebnissen führt. Das gemeinsame Ackern stärkt nicht nur Wissen und praktische Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl.

Die Bürgerstiftung Köln unterstützt das Projekt gemeinsam mit der Garcia Stiftung La Vida über mehrere Jahre hinweg. Ziel dabei ist es, Kindern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund Zugang zu praktischer Umweltbildung zu ermöglichen und nachhaltige Erfahrungen im Schulalltag zu verankern.
Wenn im Frühjahr die ersten Pflanzworkshops beginnen, startet damit für die jungen Ackernden ein neues Gartenjahr – mit vielen Entdeckungen, schmutzigen Händen und der Freude über die erste eigene Ernte.



Fotos: Kristian Barthen / © Acker
