Die Bürgerstiftung Köln führt nicht nur selbst Projekte durch, sondern unterstützt darüber hinaus eine Vielzahl kleiner und engagierter Initiativen – denn oft lässt sich auch ohne große Geldbeträge viel bewirken.

 

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Dann finden Sie hier weitere Informationen.

 

Eine Auswahl unserer aktuellen Projekte und Förderungen

Kölner Filmtage 2017 – Sinti und Roma im Film

Nach 1988 und 2005 veranstaltete Rom e.V. Köln gemeinsam mit Partnerorganisationen im Dezember 2017 zum dritten Mal Filmtage mit dem Thema Roma und Sinti. Im Odeon Filmtheater in der Kölner Südstadt liefen insgesamt vier Filme, begleitet etwa von Gesprächen oder Musik. Die Filmtage standen für den Rom e.V. auch im Zusammenhang mit der Bleiberechtsinitiative für die Langzeitgeduldeten, die bis zu 30 Jahre in unserem Land mit diesem unwürdigen und unmenschlichen Status leben müssen. In den Herkunftsländern erfahren die Roma vielfach Armut, Gewalt und Ausgrenzung – trotz ihres wichtigen Beitrags zur kulturellen Vielfalt in Europa. Roma und Sinti haben keinen eigenen Staat und keine Lobby und brauchen daher jede Unterstützung und eine Öffentlichkeit, die ihre Belange kennt und unterstützt. Dabei sollten die Filmtage helfen. Die Bürgerstiftung Köln konnte deren Durchführung finanziell unterstützen.

www.romev.de

 

Sexuelle Vielfalt in migrantischen Communities – Widersprüche und Widerstände

In der öffentlichen Wahrnehmung wird „migrantischen Kreisen“ häufig eine problematische Geschlechts- und Sexualitätskonstruktion zugeschrieben. Der Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland (TÜDAY e.V.) wollte zusammen mit der Volkshochschule Köln in einer Podiumsdiskussion auf dieses Thema eingehen und zur Herausbildung eines öffentlichen Bewusstseins beitragen. Der Schwerpunkt der angeregte Diskussion im Forum der Volkshochschule Köln lag insbesondere auf der Konstruktion von sexuellen Identitäten in migrantischen Zirkeln und deren Auswirkungen auf LGBTQ-Gruppen. Um möglichst verschiedene, jedoch nicht diskriminierende Positionen in der Veranstaltung zu erfassen, war es den Veranstaltern wichtig, unterschiedliche Referent*innen einzuladen. Diese beleuchteten das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten (gender, race, religion, class, etc.). Referent*innen und Publikum diskutierten auch nach der Veranstaltung im Foyer des Forums und anschließend – nach dem das Gebäude geschlossen wurde – noch vor dem Eingang der Museums. Finanziell unterstützt wurde die Podiumsdiskussion von der Bürgerstiftung Köln.

www.tuday.de
Anna Hofmann ist Op zack för Pänz

 

Die „9. Sinfonie der Tiere“ an der Sankt Nikolaus Schule in Köln Zollstock

In der „9. Sinfonie der Tiere“ brachte das Nimmerland Theater den 380 Schülerinnen und Schülern der Sankt Nikolaus Schule in Köln Zollstock Beethovens „Neunte“ und die Instrumente eines Orchesters näher. Lustige Besonderheit: Es gab nur eine einzige Schauspielerin, die dafür in die Rollen von zwölf Tieren und eines Dirigenten schlüpfen musste. Das Stück machte die Kinder nicht nur mit klassischer Musik vertraut, sondern schüttelte die gesamte Aula heftig vor Lachen. Vor und nach der Aufführung erhielten die Kinder die Gelegenheit in einer Instrumentenschau echte Instrumente eines Sinfonieorchesters zu entdecken und auszuprobieren. Die Bürgerstiftung Köln ist froh, der Aufführung mit einer Finanzspritze auf die Beine – oder vielmehr zu den Tönen – geholfen zu haben.

Impressionen gibt es bei unserem Facebook-Auftritt – wir freuen uns über Ihr „Gefällt mir“!

 

Jedem Kind ein Instrument: Ein Klassensatz Ukulelen für eine Grundschule in Poll

Über diese „hüpfenden Flöhe“ freuen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an der Gemeinschaftsgrundschule GGS Poller Hauptstraße gleichermaßen. Wie kann das sein? Weil an der Grundschule keine unangenehmen Krabbeltiere ihr Unwesen treiben, sondern jetzt vielmehr brandneue Musikinstrumente eingetroffen sind: nämlich ein ganzer Satz Sopran-Ukulelen – und Ukulele bedeutet aus dem hawaiianischen übersetzt eben „hüpfender Floh“. „Unser Konzept folgt dem Grundgedanken: Jedem Kind ein Instrument“, erklärte Konrektorin Anja Trummer. Nun mangelt es weder der Schule noch dem Förderverein an guten Ideen und Visionen, bei manchen Projekten dann aber doch an den notwendigen finanziellen Mitteln. Hier kam die Bürgerstiftung Köln ins Spiel: Aus den von ihr zur Verfügung gestellten Mitteln konnte ein Klassensatz von 25 Ukulelen angeschafft werden.

www.buergerstiftung-koeln.de/huepfende-floehe-sorgen-fuer-begeisterung-an-poller-grundschule

 

Das Madomobil: ein Fahrrad, das die Menschen vor Ort zusammenbringt

Die Bürgerstiftung Köln finanzierte das neue Lastenrad des Vereins wielebenwir e.V. mit Standort im „Hotel Mado“, einer Flüchtlingsunterkunft in der Moselstraße. Das Projekt (zu dem Sie unter diesem Link mehr erfahren) vereint gleich zwei Herzensangelegenheiten der Stiftung: die nachhaltige Stadt und die Unterstützung lokaler Flüchtlingsinitativen.

www.wielebenwir.de

 

Refoodges bzw. Über den Tellerrand kochen e.V.

Gemeinsam kochen von Beheimaten und Geflüchteten: Dieses von der Bürgerstiftung Köln unterstützte Projekt macht Köln bunter und leckerer! Gemeinsam wird leckeres Essen gezaubert, für Geburtstage, für Parties, auf Straßenfesten. Alle Einnahmen kommen der Flüchtlingshilfe zugute. Spenden sind nach wie vor herzlich willkommen!

www.ueberdentellerrand.org/koeln und www.facebook.com/refoodgees

 

Kölner Neuland e.V.

Der  Verein  Kölner  NeuLand  hat  sich  2011  gegründet  mit  dem  Ziel,  Bildung,  Umwelt- und Naturschutz sowie bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Der Verein unterhält einen mobilen Gemeinschaftsgarten, der auf der Dombrauerei-Brache in Köln-Bayenthal aufgebaut wurde. Die Angebote des NeuLand Gemeinschaftsgartens richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Gärtnern kann Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Generationen zusammenbringen und ermöglicht die Integration von Behinderten und Nicht-Behinderten. Neben dem Betrieb des Gartens und der Wissensvermittlung sieht der Verein Kölner NeuLand das als seine Aufgabe. Viele Arbeiten, die im Garten anfallen, werden gemeinschaftlich durchgeführt, z.B. die Herstellung von Pflanzkästen, das Aussäen und Pflegen der Pflanzen. Nicht nur die Arbeit, auch das gärtnerische, ökologische und handwerkliche Wissen wird geteilt. Jeder kann jederzeit kostenlos mitmachen, ganz nach seiner Zeit und seinen Fähigkeiten.

www.neuland-koeln.de

 

Projekt H.O.P.E. der Rheinflanke

Bei dem Projekt H.O.P.E. handelt es sich um ein ursprünglich ehrenamtlich gegründetes Programm zur ganzheitlichen Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft. Die Grundidee ist es über den Sport ein Vertrauensverhältnis zu den Teilnehmern aufzubauen, um sie dann individuell fördern zu können. Neben regelmäßigen Sportangeboten erhalten die Teilnehmer auch praktische Hilfe im Alltag, bei zum Beispiel Behördengängen oder Arztbesuchen. Eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung aus Kunst-, Musik- und Tanzangeboten soll zudem die kulturelle Integration forcieren. Speziell geschulte Lotsen begleiten dabei den Integrationsprozess perspektivisch und leiten individuelle Fördermaßnahmen wie Sprachkurse, Praktika oder andere Bildungsangebote ein. Ziel ist die Vermittlung in den lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Auf diese Weise werden ein geordneter Alltag geschaffen, Zukunftsperspektiven aufgezeigt und der Weg in ein eigenverantwortliches Leben ermöglicht.

www.rheinflanke.de/fluechtlingsarbeit/h-o-p-e/

 

Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung

Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung beginnt bei den kleinen, scheinbar normalen Dingen des Alltags. Wer dazu beiträgt, Streit zu schlichten, Gewaltsituationen zu deeskalieren, Empathie für Benachteiligte zu zeigen, Konflikte im Haus zu „meistern“, Diskriminierungen abbauen zu helfen oder sich aktiv für Frieden einzusetzen, kann die Erfahrung machen, dass Veränderung möglich ist und sich lohnt. Mit dem „Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung“ zeichnet die Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. zusammen mit kooperierenden Schulen und Institutionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus, die zivilcouragiert gehandelt oder Initiativen zur Entwicklung einer gewaltfreien Gesellschaft gezeigt haben.

www.gandhi-preis.de

 

Welcome Dinner Köln

Das Welcome Dinner Köln ist eine kulinarische Plattform für Begegnungen. Die Initiatoren wollen Zuwanderern in einem zwanglosen Rahmen einen Zugang zur Gesellschaft geben und den Gastgebern die Möglichkeit, sie bei einem Abendessen kennenzulernen.

www.welcome-dinner.koeln

 

agisra e.V. Köln

agisra unterstützt Migrantinnen, die sich in Gewaltverhältnissen befinden und von Sexismus (Unterdrückung aufgrund des Geschlechtes), Rassismus (Unterdrückung aufgrund von Herkunft, Religion, Sprache etc., wie beispielsweise Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Antiziganismus) und anderen Unterdrückungsformen betroffen sind. Der Verein versteht sich als eine autonome, feministische Informations- und Beratungsstelle von und für Migrantinnen, Flüchtlingsfrauen, Schwarze Frauen und all diejenigen, die von Rassismus betroffen sind. Der Verein setzt sich ein gegen jede Form von Diskriminierung. Die Beratung, Begleitung und Therapie erfolgt unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprachkenntnissen und Aufenthaltsstatus.

www.agisra.de

 

Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Köln hat eine lange jüdische Tradition. Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit setzt sich in Stellungnahmen, Veranstaltungen, Publikationen und mit Projekten ein für die Bewahrung der Menschenwürde, für ein tolerantes und friedliches Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher nationaler, religiöser, weltanschaulicher und sozialer Herkunft in unserer Stadt. Es geht ihr um einen geschwisterlichen Dialog zwischen Christen und Juden und für ein tieferes Verständnis der Weltreligionen.

www.koelnische-gesellschaft.de

Die Bürgerstiftung Köln unterstützt eine Vielzahl kleiner Projekte und engagierter Initiativen - denn oft lässt sich auch ohne großes Geld viel bewegen.